Terrariumgröße:

Vom Gesetzgeber aus gibt es Richtlinien über die  „Mindestanforderungen für die Haltung von Reptilien“. So soll die Größe für ein Pärchen Leopardgeckos 4 x 3 x 2 (Länge x Breite x Tiefe) der Kopf-Rumpflänge (Gesamtlänge minus der Schwanzlänge) betragen. Für jedes weitere Tier werden 15% mehr Platz benötigt.

Das bedeutet, dass bei einer Kopf-Rumpflänge von 13 cm das Terrarium eine Größe von 52 x 39 x 26 cm haben sollte. Hierbei handelt es sich um die Mindestanforderung!! Als Grundregel gilt: Je größer das Terrarium, desto besser!

Standort:

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass keine direkten Sonnenstrahlen auf das Terrarium treffen. Es heizt sich sehr schnell auf und die Leopardgeckos können an Überhitzung verenden.

Da Leopardgeckos sehr sensibel auf Erschütterungen reagieren, sollte ein Standort neben Lautsprecherboxen, Fernseher und Waschmaschine vermieden werden. Wir haben unsere Terrarien nicht im Wohnzimmer stehen, da wir der Meinung sind, dass die Tiere nach dem Abschalten der Terrariumsbeleuchtung nicht mehr durch Raumlicht, Fernseher oder sonstige Lichtquellen gestört werden sollen.



Beleuchtungsdauer:

Die Beleuchtungsdauer sollte täglich 12 Stunden betragen. Mit Hilfe einer Zeitschaltuhr kann die gewünschte Beleuchtungsdauer programmiert werden. Die Beleuchtungsquelle sollte so wenig Wärme wie möglich abgeben, da sie nur zur Beleuchtung dient. Am besten eignen sich LED-Leisten, da sie so gut wie keine Wärme abgeben und energiesparend sind. Ebenfalls geeignet sind Neonröhren und Energiesparlampen. Bitte beachten: Neonröhren und Energiesparlampen können trotzdem eine Erwährumg des Terrariums verursachen.

Nur vor und während der Winterruhe ist die Beleuchtungsdauer langsam zu verringern. (siehe Winterruhe)



Temperatur:

Da Leopardgeckos poikliotherm, also wechselwarme Tiere sind, benötigen sie verschiedene Temperaturzonen. Sie benötigen die verschiedenen Temperaturen um ihren Stoffwechsel zu regeln.

Wärmestrahlung sollte grundsätzlich von oben kommen, so wie in der Natur durch die Sonnenstrahlen. Heizmatten und Heizkabel sollten nur dann zusätzlich verwendet werden, wenn die Grundtemperatur nicht erreicht wird. Werden Heizmatten und Heizkabel verwendet, sollten diese nur zu maximal einem Dirttel der Terrariumsgrundfläche verlegt werden. So können sich die Leopardgeckos auch in kühlere Regionen zurückziehen.


Die Grundtemperatur sollte am Tag ca. 28°C und in der Nacht ca. 18 - 22°C betragen. Mit Hilfe eines Spotstrahlers wird ein Bereich des Terrariums auf ca. 38°C erhitzt; im letzten Bereich sollte eine Temperatur von ca. 22 - 24°C herrschen.Temp_Terra Dieses Temperaturgefälle erreicht man, wenn der Wärmestrahler in einem Drittel der Terrariumdecke und direkt daneben der Spotstrahler angebracht werden.  Um eine Überhitzung zu vermeinden, wir der Wärmestrahler über ein Thermostat geschaltet. Den Spotstrahler kann man durch einen Steckdosendimmer in der Leistung so weit verringern, dass die gewünschte Temperatur am Boden erreicht wird. Was sich als sehr gut bewiesen hat, ist eine unter dem Lichtkegel liegende Steinplatte. Diese erwärmt sich solange der Spot angeschaltet ist und gibt nachts die Wärme langsam wieder ab. Unser Leos liegen gerne nachts auf dem Stein um sich zu wärmen.
Vor der Winterruhe wird die Temperatur langsam gesengt (siehe Winterruhe)


Luftfeuchtigkeit:

Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte bei Tag 30 – 50% betragen. Nachts sollte sie dann auf 60 – 70% steigen. Dies erreicht man, wenn man am Abend einen Teil des Terrariums mit warmem Wasser besprüht.


Einrichtung:

Als Bodengrund sollte ein „grabfähiger“ Sand verwendet werden. Man kann diesen auch selber mischen. Zum gängigen Terraiums-Sand wird Lehmpulver beigemischt (Verhältnis ca.1:5 - 10). Dieses Gemisch wird dann mit Wasser angefeuchtet. Nach dem Austrocknen sollte der Boden dann so hart sein, dass man mit dem Fingernagel Riefen einritzen kann. Es sollte auf keinen Fall loser oder scharfkantiger Sand verwendet werden, da Leopardgeckos solche Flächen in der freien Natur meiden.
Außerdem können die Tiere an Verstopfungen leiden, wenn sie diesen Sand bei der Nahrungsaufnahme oder durch Züngeln aufnehmen.


Bei der Gestaltung der Rückwand sollten möglichst viele zusätzliche Flächen und künstliche Spalten für die Tiere geschaffen werden. Spalten in der Rückwand werden als Verstecke gerne angenommen. Schöner Nebeneffekt: die Grundfläche des Terrariums wird vergrößert.

Da die Wärmestrahler an der Decke angebracht sind, entsteht neben dem horizontalen Temperaturgefälle, automatisch auch ein vertikales. Wenn die Liegeflächen an der Rückwand geschickt aufgeteilt sind, haben die Leopardgeckos weitere Möglichkeiten sich ihre notwendige Temperaturzone zu suchen. Damit sich die Geckos wohl und sicher fühlen, sollten drei Terrariumswände aus blickdichtem Material gebaut sein. Hier empfiehlt es sich, Rückwand und Seitenwand links/rechts aus dem selben Material zu erstellen.
Da Leopardgeckos nicht an glatten Flächen klettern können, muss die Rückwand aus einer rauen Oberfläche bestehen. Verstecke und Höhlen sollten sich in jeder Temperaturzone befinden.

In jedem Becken muss sich eine feuchte Höhle befinden, da die Tiere diese gerne zur Häutung aufsuchen. Die feuchte Höhle sollte nicht im warmen Bereich des Terrariums stehen. Sie würde sonst zu schnell austrocknen.
Ernährung:

In der freien Wildbahn besteht die Nahrung von Leopradgeckos aus Heuschrecken, Schaben, Grillen, Heimchen, Käfern, und jeglichen Würmern.

Einige der Futtertiere sind im Handel erhältlich. Auf abwechslungsreiche und nahrhafte Nahrung sollte geachtet werden. Mehlwürmer, Wachsmottenlarven, Zophobas und Rosenkäferlarven sollten nur als Leckerbissen angeboten werden, da die Geckos sonst schnell verfetten.

Den Ernnährungszustand kann man an der dicke des Schwanzes erkennen. Je dicker der Schwanz, umso besser ist der Gecko genährt.  Ausgewachsene Geckos sollten wöchentlich 1 – 3 mal gefüttert werden. Trächtige Weibchen kann häufiger Futter angeboten werden.

Jungen und kranken Tieren wird täglich Futter angeboten. Die Futtertiere von Jungtieren werden zusätzlich täglich mit Calcium bestäubt, um einen Calziummangel (Rachitis) vorzubeugen.


Winterruhe:

Leopardgeckos sind in ihrem Lebensraum starken, saisonalen Temperaturwechseln unterworfen. Die kälteste Jahreszeit verbringen sie in Winterruhe, also einer stark reduzierten Aktivitätsphase, wobei auch der Stoffwechsel deutlich reduziert wird.
 

Die Winterruhe gehört zum normalen Lebenszyklus der Leopardgeckos und sollte auch in der Terrarienhaltung berücksichtigt werden. Sie fördert die Gesundheit und regt das Paarungsverhalten der Tiere an.

Bei unseren Zuchttieren beginnen wir Mitte November die Beleuchtungsdauer innerhalb von einem Monat von 12 auf 6 Stunden zu reduzieren. Parallel zu der Verkürzung der Beleuchtungsdauer werden auch die Temperatur gesenkt und die Fütterungsintervalle vergrößert.

Vor der Winterruhe muss der Darm der Leopardgeckos komplett geleert sein. Dies wird erreicht, wenn etwa 14 Tage vor erreichen der kühlsten Temperatur (ca. 14 – 16°C) die Fütterung gänzlich einstellt wird. Futterreste im Darm können zu schweren Problemen, bis hin zum Tode, führen  (z.B. Darmverschluss, durch fest gewordene Kotreste, welche den Verdauungsweg blockieren).

Während der Winterruhe ist es völlig normal, dass die Tiere hin und wieder aus ihren Höhlen kommen um sich die "Beine zu vertreten" oder zu trinken. Deshalb muss immer frisches Wasser für sie bereitstehen!

Mitte/Ende Januar wird dann die Beleuchtungsdauer und die Temperatur wieder langsam erhöht. Ca. 14 Tage nach erreichen der normalen Tempertur werden den Leopardgeckos erstmals wieder Futtertiere angeboten.

Kurz vor der Winterruhe setzen wir jedes Tier in eine eigene, ca. 30 x 40 cm große Plastikbox, welche mit einem Wassernapf sowie einer trockenen und einer feuchten Höhle ausgestattet ist. Das stellt sicher, dass sich die Tiere untereinander nicht stören. Wir empfehlen jedem Halter vor Beginn der Winterruhe, eine Kotprobe von jedem Tier zur Untersuchung zum Tierarzt zu schicken. Nur gesunde, kräftige Tiere sollten eine Winterruhe machen, da bei einem möglichen Parasitenbefall die Tiere daran verenden können.


Krankheiten:

FOLGT NOCH!!!!!!!!!!!!!

Cryptosporidien:

Aussenparasiten (Ektoparasiten): Milben, Zecken

Innenparasiten (Endopariten):
    
    Einzellige: Kokzidien, Flagellaten, Amöben

    Mehrzellige: Oxyuren, Spül-, Band-, Lungen-, Saugwürmer



Rachitis und Hypokalzämie

Legenot

Verstopfung

Erbrechen

Häutungsprobleme

Bissverletzungen

Schwellungen hinter den Axialtaschen